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Privathaftpflicht Schweiz — was ist gedeckt, was kostet sie

Die Privathaftpflichtversicherung schützt Sie vor Schadenersatzforderungen Dritter. Was 2026 in der Schweiz gedeckt ist, welche Deckungssumme sinnvoll ist und mit welchen Prämien zu rechnen ist.

Offertas Redaktion · Aktualisiert 1. Juli 2026

Wozu eine Privathaftpflichtversicherung?

Nach Schweizer Recht haftet, wer einem anderen schuldhaft einen Schaden zufügt — grundsätzlich mit dem gesamten Privatvermögen. Die Privathaftpflichtversicherung übernimmt genau diese berechtigten Forderungen und wehrt zugleich unberechtigte Forderungen ab (passiver Rechtsschutz). Sie ist in der Schweiz nicht obligatorisch, gilt aber als eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt.

Der Grund: Ein einziger folgenschwerer Fehler — etwa ein von Ihnen verursachter Personenschaden — kann Forderungen in mehrfacher Millionenhöhe auslösen. Ohne Versicherung müssten Sie dafür privat aufkommen.

Was ist gedeckt?

Die Privathaftpflicht deckt typischerweise Schäden, die Sie oder Ihre mitversicherten Familienmitglieder Dritten zufügen:

  • Personenschäden: Heilungskosten, Erwerbsausfall, Genugtuung
  • Sachschäden: beschädigtes oder zerstörtes fremdes Eigentum
  • Vermögensschäden, die direkte Folge eines gedeckten Personen- oder Sachschadens sind

Häufig mitversichert sind zudem: Schäden als Fussgänger oder Velofahrer, als Mieter an der Wohnung (Mieterschäden), durch Haustiere (meist Hunde und Katzen) sowie Schäden von Kindern. Viele Policen decken auch leichte Fälle, in denen geliehene Gegenstände beschädigt werden.

Was ist nicht gedeckt?

  • Schäden am eigenen Eigentum (dafür ist die Hausratversicherung zuständig)
  • Schäden aus dem Betrieb von Motorfahrzeugen (dafür die Autohaftpflicht)
  • Vorsätzlich verursachte Schäden
  • Schäden im Rahmen einer beruflichen/geschäftlichen Tätigkeit (dafür eine Betriebshaftpflicht)
  • Bussen und Strafen

Welche Deckungssumme ist sinnvoll?

Die Deckungssumme ist der wichtigste Parameter. Weil Personenschäden sehr teuer werden können, wird in der Schweiz üblicherweise eine hohe Summe empfohlen — häufig im Bereich von mehreren Millionen Franken. Der Aufpreis von einer tieferen auf eine höhere Deckungssumme ist meist gering, der Schutzgewinn dagegen erheblich. Achten Sie zusätzlich auf den Selbstbehalt pro Schadenfall.

Was kostet die Privathaftpflicht?

Die Privathaftpflicht gehört zu den günstigsten Versicherungen. Als grobe Orientierung liegt die Jahresprämie für Einzelpersonen typischerweise im unteren zweistelligen bis tiefen dreistelligen Frankenbereich, für Familien etwas höher. Die genaue Prämie hängt von Deckungssumme, Selbstbehalt, Haushaltsgrösse und allfälligen Zusatzbausteinen ab. Oft wird sie im Kombipaket mit der Hausratversicherung angeboten, was Rabatte bringen kann.

Einzelperson oder Familie?

Eine Familienpolice versichert in der Regel alle im gleichen Haushalt lebenden Personen — inklusive Kinder. Für Einzelpersonen genügt die günstigere Einzelpolice. Ziehen Kinder aus, sind sie oft noch für eine Übergangszeit (z. B. während der Erstausbildung) mitversichert.

Fazit

Die Privathaftpflicht bietet für wenig Geld einen enorm wichtigen Schutz und gehört in praktisch jeden Haushalt. Entscheidend sind eine ausreichend hohe Deckungssumme und passende Zusatzbausteine. Weil sich Prämien und Bedingungen unterscheiden, lohnt sich ein Vergleich. Beschreiben Sie Ihren Haushalt einmal im Offertas-Chat und erhalten Sie einen Überblick über passende Privathaftpflicht- und Kombiangebote.

Häufige Fragen

Ist die Privathaftpflicht in der Schweiz obligatorisch?

Nein, sie ist freiwillig. Sie gilt aber als eine der wichtigsten Versicherungen, weil man nach Schweizer Recht für schuldhaft verursachte Schäden mit dem gesamten Privatvermögen haftet.

Welche Deckungssumme sollte ich wählen?

Weil Personenschäden sehr teuer werden können, wird meist eine hohe Deckungssumme im Bereich von mehreren Millionen Franken empfohlen. Der Aufpreis für eine höhere Summe ist gering, der Schutzgewinn gross.

Sind meine Kinder mitversichert?

In einer Familienpolice sind in der Regel alle im gleichen Haushalt lebenden Personen inklusive Kinder mitversichert. Nach dem Auszug bleiben Kinder oft für eine Übergangszeit, etwa während der Erstausbildung, mitgedeckt.

Deckt die Privathaftpflicht auch Schäden an meinen eigenen Sachen?

Nein. Für Schäden am eigenen Eigentum ist die Hausratversicherung zuständig. Die Privathaftpflicht deckt ausschliesslich Schäden, die Sie Dritten zufügen.

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Stand: Juli 2026