Welcher 3a-Anbieter ist am günstigsten? Vergleich von TER, Rendite und Konditionen. Mit konkreter Berechnung des 10- und 20-Jahres-Unterschieds.
Offertas Redaktion · Aktualisiert 1. Juni 2025
Die Säule 3a ist eines der wichtigsten Steuersparmittel der Schweiz — und gleichzeitig eines der teuersten, wenn man beim falschen Anbieter ist. Der Unterschied zwischen dem günstigsten und teuersten Anbieter beträgt über CHF 14'000 auf 20 Jahre (bei CHF 50'000 Kapital).
Der entscheidende Faktor ist der TER (Total Expense Ratio) — die jährliche Gesamtkostenquote auf das angelegte Kapital:
Bei CHF 50'000 Kapital und 7% Brutto-Jahresrendite macht ein TER-Unterschied von 0.71% (Finpension vs. UBS) über 20 Jahre einen Unterschied von über CHF 14'000. Das Geld landet nicht bei Ihnen — sondern bei der Bank.
Quelle: Öffentliche Performance-Berichte der Anbieter, 100%-Aktien-Portfolios:
Wichtig: Vergangene Renditen garantieren keine zukünftige Wertentwicklung. Die Renditeunterschiede zwischen App-Anbietern und Banken erklären sich weitgehend durch die höhere Aktienquote der App-Anbieter.
Viele Schweizer haben ihre Säule 3a als Versicherungsprodukt abgeschlossen (Swiss Life, AXA, Zurich). Diese kombinieren Todesfallschutz mit Sparkomponente — und haben höhere Kosten (TER 0.85–1.20%). Ausserdem sind sie oft weniger flexibel beim Auflösen.
Empfehlung: Todesfallschutz separat als Risikolebensversicherung abschliessen (günstiger) und 3a rein als Investitionsvehikel nutzen.
Steuerersparnis: Der eingezahlte Betrag wird vom steuerbaren Einkommen abgezogen. Bei einem Steuersatz von 25% spart CHF 7'258 Einzahlung ca. CHF 1'815 an Steuern.
Kann ich meine 3a einfach zu Finpension wechseln?
Ja. Die Übertragung von einer Säule 3a zu einem anderen Anbieter ist jederzeit kostenlos möglich. Der bisherige Anbieter überweist das Guthaben direkt.
Was passiert bei einer Barauszahlung?
Bei Pensionierung, Auswanderung, Selbstständigkeit oder Immobilienkauf kann die 3a ausbezahlt werden. Die Auszahlung wird separat zum Einkommen besteuert (ca. 5–7% je nach Kanton).
Ist mein Geld bei App-Anbietern sicher?
Ja. Finpension, VIAC und frankly sind bei der FINMA reguliert. Das Geld liegt auf Sperrkonten bei Partnerbanken und ist im Konkursfall geschützt.
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